Die zypriotische Jugendkonferenz! (online)
Nachbericht unserer Jugenddelegierten Nina Klubert:
Als ostbelgische Jugenddelegierte war ich Teil der belgischen Delegation auf der Europäischen Jugendkonferenz, die vom 18. bis 20. März 2026 aufgrund der weltpolitischen Lage online statt in Zypern stattgefunden hat. Die Konferenz bildete die dritte und letzte Station des 11. Zyklus im Rahmen des EU Jugenddialogs, der vom polnisch-dänisch-zypriotischen Trio organisiert wird. Das übergeordnete Thema dieses 18-monatigen Zyklus lautet „Connecting EU with YOUTH“ („EU mit der Jugend zusammenbringen“).
Der Fokus der Konferenz lag natürlich auf der inhaltlichen Arbeit zur Ausarbeitung von Empfehlungen an die Entscheidungsträger der EU. Dazu wurden wir in acht Arbeitsgruppen eingeteilt, die während fünf Sitzungen jeweils eine Empfehlung formulieren durften.
Die Arbeitsgruppen tauschten sich unter anderem darüber aus, wie man die Transparenz und das Vertrauen in die EU stärken kann, wie man Bürgerkunde und das Bewusstsein für die EU fördern kann und wie die EU besser mit jungen Menschen kommunizieren kann. Eine Arbeitsgruppe beschäftigte sich auch mit ihren Erwartungen für die nächste EU Jugendstrategie, da die aktuelle Jugendstrategie nur noch bis 2027 läuft.
In meiner Arbeitsgruppe beschäftigten wir uns mit dem Thema „Was macht eine Richtlinie jugendfreundlich?“ und formulierten folgende Empfehlung: To create participation standards for the development of youth-friendly policies. These should ensure mandatory and meaningful inclusion of young people across all policy development stages, clearly state institutional mandates, and promote structured, transparent feedback mechanisms. (Alle Empfehlungen und vollständiger Nachbericht im Donloadbereich verfügbar)
Ein weiteres wichtiges Thema bei der Konferenz waren die Europäischen Jugendziele. Diese 11 Ziele wurden im Rahmen des 6. Zyklus des EU Jugenddialogs geschaffen und sind im aktuellen Jugendstrategieplan (der EU) verankert. Während der Konferenz wurde bereits zwei generelle Vorschläge zur bevorstehenden Überarbeitung der Jugendziele vorgestellt, die im Nachgang an die Konferenz abgestimmt werden sollten. Während der nächsten Jugendkonferenz im Herbst 2026 in Dublin sollen dann spezifische Workshops zur Ausarbeitung der neuen Ziele organisiert werden.
Neben der inhaltlichen Arbeit wurden während den drei Tagen auch verschiedene Interviews und Podiumsdiskussionen mit Vertretern unterschiedlicher Einrichtungen und Gremien organsiert. Der erste Tag begann mit der offiziellen Eröffnung. Dabei wurden uns die Ziele der Jugendkonferenz erklärt. Außerdem hielten die zypriotische Ministerin für Jugend Dr. Athena Michaelidou, die Generaldirektorin für Bildung, Jugend, Kultur und Sport bei der EU- Kommission Pia Ahrenkilde Hansen sowie die Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Bildung beim EU- Parlament Nela Riehl die Eröffnungsreden. Anschließend fand eine Podiumsdiskussion mit verschiedenen Vertretern zum Thema „Gewährleistung der Jugendfreundlichkeit von Richtlinien auf nationaler und EU-Ebene“ statt.
Außerdem fanden Interviews zum Thema „Was ist im aktuellen Zyklus des EU-Jugenddialogs bisher geschehen und wie beeinflusst dies die Politik in ganz Europa?“ mit den Forschern für den Jugenddialog, mit dem Sekretariat des Europäischen Jugendforums und mit einer Vertreterin der Generaldirektion für Bildung, Jugend, Kultur und Sport bei der EU-Kommission statt. Am zweiten Tag fand eine Fragestunde mit der EU-Abgeordneten und Berichterstatterin zur Jugendstrategie Sabrina Repp zum Thema des ersten Jugendziels „EU mit der Jugend zusammenbringen“ statt. Am dritten und letzten Tag nahmen mehrere politische Entscheidungsträger an der Konferenz teil, um ihre Reflexionen zum Jugendpolitikdialog und dem ersten Jugendziel „EU mit der Jugend zusammenbringen“ zu teilen.
Die Konferenz schloss mit Abschlussreden der zypriotischen Ministerin für Jugend, dem EU Kommissar für Generationengerechtigkeit, Jugend, Kultur und Sport und dem Präsidenten des Europäischen Jugendforums. Es war toll die Möglichkeit gehabt zu haben, die Wünsche der Jugendlichen in den Empfehlungen zu formulieren und ich hoffe nun das diese auch von den europäischen Entscheidungsträgern umgesetzt werden. Im Herbst werde ich dann erneut an der Konferenz teilnehmen und freue mich bereits an der Formulierung der neuen Jugendziele mitwirken zu können.
(Vollständiger Nachbericht im Downloadbereich verfügbar)


